Besseres Klima für bessere Noten

Wir wollen das Beste für unsere Kinder, keine Frage. Aber denken wir dabei auch den Ort, an dem sie etwa 5.800 Stunden Ihres Lebens verbringen? Zu selten betrachten wir das Klima im Klassenzimmer. Dabei steigert eine bedarfsgerechte Lüftung die schulische Leistungsfähigkeit unserer Kinder deutlich.

Leider steht das Klassenraumklima noch nicht auf dem Stundenplan der Schulen. Meist werden weder Lärm noch Luftqualität gemessen. Schulverantwortliche wissen oft nicht, wie wichtig das Innenraumklima ist. Dabei haben die Luftqualität, der Feuchtegrad und die Raumtemperatur einen entscheidenden Einfluss auf die Lernfähigkeit, das Erinnerungsvermögen und die Konzentrationsspanne unserer Kinder.

Bessere Luft, bessere Noten  

Wird im Klassenraum die Konzentration von Kohlenstoffdioxid zu hoch, können sich Menschen nicht mehr konzentrieren. Da machen Kinder keine Ausnahme. Fördert die Haustechnik dagegen einen aktiven Luftaustausch, zeigen Untersuchungen, dass Schüler 15% mehr leisten. Auch die Konzentrationsfähigkeit stieg um 5%. Schlechte Luft wirkt sich damit in etwa so stark auf die Leistungsfähigkeit aus, wie ein ausgelassenes Frühstück.

Kühlen Kopf bewahren

Eine Studie aus den USA zeigte, dass sich die mathematischen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schüler verbessern, wenn die Lüftungsrate und die Raumtemperatur genau gesteuert werden. In der Studie maßen die Forscher die Lernleistung im Raumtemperaturbereich 20 - 25°C. Jedes abgesenkte Kelvin und jeder Liter Frischluft verbesserte signifikant die Leistung der Schülerinnen und Schüler. Im Vergleich zu Erwachsenen reagierten Kinder bis zu sechsmal empfindlicher auf schlechtes Raumklima.

Offene Fenster reichen nicht

Am Einfachsten fördern Schulen den Luftaustausch im Klassenzimmer, indem sie die Fenster öffnen. So weit, so schlecht: Diese Lüftung findet unkontrolliert statt. Lärm von draußen, Zugerscheinungen oder eventuell belastete Außenluft beeinträchtigen die Lernleistung unserer Kinder. Zudem reicht die Fensterfläche selten aus, um einen angemessenen Luftaustausch zu gewährleisten (zweimal pro Stunde). Außerdem wird wertvolle Energie buchstäblich aus dem offenen Fenster geworfen.

Der Schlüssel: bedarfsgeregeltes Raumklima

Eine raumlufttechnische Anlage regelt das Raumklima automatisch und bedarfsgerecht. Idealerweise werden Raumnutzung und Luftqualität einbezogen und daraufhin Luftmengen und Energiezufuhr zur Temperierung angepasst. Nur so bleiben unsere Schülerinnen und Schüler dauerhaft leistungsfähig.

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